Immanuel Giel, Basilika_St._Lambert_05, CC BY-SA 4.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A61.
Basilika Bechtheim
Kath. Kirche Sankt Lambertus
Kirchgasse 3
67595 Bechtheim
kath-pfarramt-osthofen@t-online.de
(06242) 1434
https://www.rheinhessen.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Bechtheim
Kirchgasse 3
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https://de.wikipedia.org/wiki/Bechtheim
erstellt:
19.06.2020
aktualisiert:
18.10.2023
Seinen Namen hat Bechtheim vermutlich im 6. Jahrhundert bekommen. Damals nämlich schlug der fränkische Edelmann Bero hier seinen Herrensitz auf. Bis zum 11. Jahrhundert hatte die stille Post der Geschichte aus seinem „Beroheim“ den Ort „Bertheim“ gemacht. Unter diesem Namen jedenfalls wurde die Gemeinde 1070 in einer Urkunde erwähnt. In dem Schriftstück wurde bestätigt, dass der Ort dem Hochstift in Lüttich gehörte – eine Gemeinschaft belgischer Chorherren, die schon seit einigen Jahrzehnten in „Bertheim“ ansässig war. 1020 erbauten sie eine romanische Basilika und weihten sie dem heiligen Lambertus, einem Maastrichter Bischof, der 708 als Märtyrer gestorben war. Der Hochchor der Kirche entstand im 13. Jahrhundert. Hier finden sich Wandmalereien und eine Stollenkrypta. Sie ermöglichte es Pilgern, unter dem Altar durchzugehen und sich so unter den Schutz des heiligen Lambertus zu stellen. Und Wallfahrer gab es damals viele in Bechtheim. Ein Pilgerpfad, der aus Ungarn über Speyer und Worms nach Aachen verlief, führte direkt durch die Gemarkung des Ortes. Vermutlich war diese Tatsache auch der Grund, dass hier überhaupt eine so große Kirche entstand. Nach der Reformation nutzten die beiden Konfessionen die Basilika gemeinsam. Ab 1700 wurden ihre Bereiche durch ein schweres Eisengitter getrennt. Es wurde erst entfernt, als sich die evangelische Gemeinde 1908 eine eigene Kirche baute. Nördlich und südlich der Basilika finden sich noch heute zwei alte Wachbrunnen, der Lambertus- und der Aegidiusbrunnen. Vieles spricht dafür, dass die Quelle, die den Lambertusbrunnen speist, bereits ein Heiligtum der Römer war. Im Gewann „Steinsäcker“ fand man 1969 die Fundamente eines römischen Gutshofes, einer „Villa Rustica“. Bereits 1919 entdeckte man hier zwei alte Steinsärge, die an der Basilika besichtigt werden können.
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