Derzno, D-5-76-113-27_02, CC BY-SA 3.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A9.

Barockes Allersberg
Kultur- und Tourismusbüro Allersberg
Kirchstraße 1 90584 Allersberg
tourismus@allersberg.de

+49 (0) 91 76/ 50 96 0

http://www.allersberg.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Allersberg
erstellt:
21.04.2017
aktualisiert:
18.01.2023
Wann genau Allersberg gegründet wurde, liegt im Dunkeln. Vieles deutet darauf hin, dass der Raum schon vor dem Jahr 1000 besiedelt war. Die erste urkundliche Erwähnung von Allersberg geht auf das Jahr 1254 zurück, damals war der Ort offenbar der Mittelpunkt einer großen Pfarrei. 1323 verlieh Kaiser Ludwig Allersberg das Markt- und Befestigungsrecht. Außerdem verpasste er dem Ort ein eigenes Wappen: Es zeigt drei silberne Mauertürme im roten Feld, darauf ist ein goldenes Schild mit zwei Löwen zu sehen. Seinen großen Aufschwung erlebte Allersberg ab dem Ende des 17. Jahrhunderts. Langsam begann sich der Ort von Plünderungen des Dreißigjährigen Kriegs zu erholen. Gleichzeitig brachte die Ansiedelung eines Drahtzugfabrikanten Arbeit und Wohlstand in die Siedlung. Die Stadt begann ihr barockes Gesicht zu entwickeln. Am Marktplatz finden sich noch heute einige bemerkenswerte Bauwerke aus jener Zeit. Ein Beispiel ist die Spitalkirche aus dem Jahre 1710. In ihrem Inneren kann man eines der größten Deckengemälde der Diözese Eichstätt bewundern. Die Kirchenstifter waren Mitglieder der Drahtzugfabrikantenfamilie, sie fanden hier in kunstvollen Gräbern ihre letzte Ruhe. Ebenfalls am Marktplatz steht das Gilardi-Haus, einst das Wohnhaus der Drahtbarone. Das schlossähnliche Anwesen wurde nach Jacob Gilardi benannt. Er war ein Mailänder, der 1708 in die Drahtfabrik einheiratete und das Unternehmen zu großen Erfolgen führte. Erbaut wurde das Gilardi-Haus von einem Baumeister mit dem wohlklingenden Namen Gabriel de Gabrieli. Er ist auch für das Heckel-Haus verantwortlich, das man ebenfalls am Marktplatz findet. Hier lebte einst der Allersberger Bürgermeister Georg Heckel, der – wie sollte es anders sein – ebenfalls mit der Drahtfabrik verbandelt war.

 

 

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