Peter Weller at German Wikipedia, Bacharach3, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A61.
Bacharach Werner Kapelle im Welterbe Oberes Mittelrheintal
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erstellt:
19.06.2020
aktualisiert:
18.10.2023
Weithin im Rheintal sichtbar steht auf einem Felsvorsprung oberhalb der Stadt Bacharach, eingebettet in Wälder und Rebenhänge, die Ruine der aus rotem Sandstein erbauten Wernerkapelle. Sie ist ein Kleinod der Gotik, platziert zwischen der romanischen Pfarrkirche St. Peter und der auf der Berghöhe aufragenden Burg Stahleck. Die Kapelle gilt als ein Wahrzeichen Bacharachs, wenn auch die Geschichte des heiligen Werner, die zu ihrer Entstehung gehört, keine ruhmreiche ist. Ende des 13. Jahrhunderts war Antisemitismus an der Tagesordnung. Mainz hatte 1282 eine Judenverfolgung größten Ausmaßes erlebt. Als nur fünf Jahre später der Leichnam eines armen Landarbeiters namens Werner gefunden wurde, kamen Gerüchte auf, dass es sich um einen von Juden begangenen Ritualmord handeln solle. Diese Gerüchte genügten, um in kurzer Zeit eine Hetze in Gang zu bringen, die 40 Todesopfer forderte. Der Kaiser verhängte daraufhin – angerufen von den jüdischen Gemeinden Boppards und Oberwesels – Strafen gegen die Städte und forderte den Mainzer Erzbischof auf, gegen die Ausschreitungen zu predigen. Der erschlagene Landarbeiter sollte in dieser Atmosphäre schnell zu einer Märtyrerfigur werden; Legenden berichten davon, dass er nach seinem Tod, aufgebahrt im Gerichtslokal Bacharachs, einen Schein ausstrahlte, der durch die Fenster des Gebäudes zu sehen gewesen sei. Auch habe er einen lieblichen Geruch ausgestrahlt und sein Körper habe bis zu seiner Beisetzung, dort, wo heute die Kapelle steht, keinerlei Anzeichen von Verwesung gezeigt. Weitere Legenden um Wunder, die er während seines Lebens vollbracht haben soll, bildeten sich. Da zunächst die erwartete Heiligsprechung ausblieb, wurde der Bau der Wernerkapelle nach ca. 50 Jahren unterbrochen und erst nach etwa 90 Jahren wieder aufgenommen. Im 15. Jahrhundert wurde die Kapelle fertiggestellt, obwohl die Heiligsprechung noch immer nicht geschehen war.
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