Derzno, 2017_Industriemuseum_Lauf, CC BY-SA 4.0



Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A9.

Altstadt Lauf Industriemuseum
Industriemuseum Lauf
Sichartstraße 5 - 25
91207 Lauf a. d. Pegnitz
info@industriemuseum-lauf.de

+49 (0) 91 23/ 99 03 0

http://www.industriemuseum-lauf.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Industriemuseum_Lauf
erstellt:
21.04.2017
aktualisiert:
18.01.2023
Wer bei einem Bummel durch die Altstadt von Lauf an der Pegnitz schlendert, bekommt einen unmittelbaren Eindruck davon, wie bedeutend und wohlhabend die Stadt bereits im Mittelalter war. An der Goldenen Straße von Nürnberg nach Prag gelegen, erlebte sie unter der Herrschaft von Kaiser Karl IV. einen wirtschaftlichen Aufschwung. Ein bedeutendes Bauwerk dieser Epoche ist das Wenzelschloss, das in der Mitte des 14. Jahrhunderts – strategisch günstig gelegen – auf einer Insel im Fluss errichtet wurde. Durch die Burganlage wurde Lauf zu einer befestigten Stadt und konnte sich so zu einem regionalen Wirtschaftszentrum mit eigener Münzstätte und Zollstation entwickeln. Da die Bürger jedoch nicht allein auf den Schutz der Burg vertrauten, legten sie unter ihren Häusern Felsenkeller an. Diese befinden sich mitunter in zehn Metern Tiefe und dienten als Schutz- aber auch als Lager- und Bierkeller. Im Rahmen von geführten Stadtbesichtigungen sind einige von ihnen heute zu besichtigen. Auf einem Altstadtrundgang sollte man sich außerdem unbedingt das alte Rathaus und die Fachwerkhäuser am Markt, den Judenturm und das Glockengießerspital anschauen. Für alle Besucher, die sich für die jüngere Industriegeschichte interessieren, lohnt sich ein Besuch im Industriemuseum Lauf. Das befindet sich gleich vor den Toren der Altstadt, direkt an der Pegnitz. Hier kann man erleben, wie die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen von 1900 bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts aussah. Besonders umfangreich wird die Zeit der Hochindustrie dargestellt. Hier kann eine komplette Fabrik mit Dampfmaschinen, Schmiede und sogar den Wasch- und Speiseräumen der Arbeiter besichtigt werden. Das Besondere im Museum ist nicht nur seine Vielseitigkeit, sondern dass es jederzeit zum eigenen Erkunden und Ausprobieren einlädt.

 

 

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