Joeb07, Grimma_Stadt, CC BY 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf .
Altstadt Grimma
Kulturbetrieb Stadtinformation
Markt 23
04668 Grimma
Stadtinformation@grimma.de
+49 (0) 34 37/ 98 58 28 5
http://www.grimma.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Grimma
Markt 23
04668 Grimma
Stadtinformation@grimma.de
+49 (0) 34 37/ 98 58 28 5
http://www.grimma.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Grimma
erstellt:
14.07.2017
aktualisiert:
16.11.2023
Die beschauliche Stadt Grimma an der Mulde war der Ausgangspunkt einer der bekanntesten Reisebeschreibungen der deutschen Literaturgeschichte: Hier begann Johann Gottfried Seume im Jahr 1801 seinen legendären Spaziergang, der ihn bis ins italienische Syrakus führen sollte. Die Seumologen rätseln bis heute über den Anlass und die Hintergründe für die Reise. Vermutet werden Liebeskummer oder auch eine Lebens- und Sinnkrise. Eines aber schient sicher: Seume verließ Grimma nicht, weil es ihm hier nicht gefallen hätte. Im Gegenteil, er schätzte die auch als Perle des Muldentals bekannte Stadt und deren Umgebung sehr. Seit 1797 arbeitete er als Korrektor bei dem Verleger Georg Joachim Göschen. Dessen Drucke waren damals in ganz Deutschland bekannt, denn er verlegte Werkausgaben von bedeutenden Autoren wie Goethe, Schiller, Klopstock und Wieland. Das ehemalige Verlagsgebäude, heute unter dem Namen Seume-Haus bekannt, befindet sich in der Altstadt von Grimma direkt am Markt. Hier steht auch das historische Rathaus mit seiner weiß-roten Renaissance-Fassade. Ganz in der Nähe befindet sich ein weiteres bemerkenswertes Gebäude: Das sogenannte Stadtgut, das zum Teil aus einem mittelalterlichen Wohnturm besteht. Spaziert man weiter durch die Altstadt, die einen der größten historischen Stadtkerne Sachsens bildet, sieht man am Ufer der Mulde die beeindruckende Anlage des Gymnasium St. Augustin und die berühmte Pöppelmannbrücke. Diese wurde beim schlimmen Hochwasser von 2002 teilweise zerstört und 2012 in der heutigen Form wieder eröffnet. Dass Grimma während der Flutkatastrophen in den Jahren 2002 und 2013 komplett unter Wasser stand, kann man sich heute nur noch schwer vorstellen. Aber wer mit aufmerksamen Blicken durch die wunderschön sanierte Altstadt flaniert, erkennt an einigen Häusern noch die Markierungen mit den einstigen Hochwasserständen.
« zurück zur Startseite Reisen