Kreisstadt Neunkirchen - Brigitte Neufang-Hartmuth, Abteilungsleiterin Öffentlichkeitsarbeit, 2019-04-22_Altes_Hüttenareal_Aussicht_vom_Hochofen_auf_Wasserturm_und_Reithalle, CC BY-SA 4.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A8.
Altes Hüttenareal Neunkirchen
Tourismusinformation
Oberer Markt 16
66538 Neunkirchen
kreisstadt@neunkirchen.de
+49 (0) 68 21/ 20 20
https://www.neunkirchen.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Altes_H%C3%BCttenareal_Neunkirchen
Oberer Markt 16
66538 Neunkirchen
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+49 (0) 68 21/ 20 20
https://www.neunkirchen.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Altes_H%C3%BCttenareal_Neunkirchen
erstellt:
24.03.2017
aktualisiert:
19.10.2023
150 Jahre lang ist das große Eisenwerk das Herz von Neunkirchen gewesen. Als hier 1982 der letzte Hochofen verloschen ist, musste die Stadt eine gigantischen Aufgabe bewältigen. 40 Hektar Industriebrache mitten im Zentrum warteten auf eine neue Nutzung. Eine Fläche, größer als 50 Fußballfelder. Wer Neunkirchen heute besucht, muss zugeben, dass hier etwas Spannendes gelungen ist. Markante Teile des Industriekomplexes wurden erhalten und sind heute sowohl Museum als auch kultureller Veranstaltungsort. Mit seiner farbigen Beleuchtung bietet das „Alte Hüttenareal“ , das auch AHA genannt wird, vor allem nachts einen imposanten Anblick. Tagsüber kann hier jeder über den Neunkircher Hüttenweg wandern. Längs des Weges erinnern Großmaschinenteile wie alte Zahnräder und Kurbelwellen an die Vergangenheit des Ortes. Auch zwei restaurierte Hochöfen können besichtigt werden. An insgesamt 15 Stationen gewinnt der Besucher Einblicke in die Welt der Hüttenarbeiter und ihrer Herren. Besonders spannend ist die Biographie des mächtigen „Hüttenbarons“ Carl Ferdinand von Stumm, der sich wie ein absolutistischer Herrscher gebärdete. Bei jeder Gelegenheit mischte er sich in das Leben seiner Arbeiter ein. Angeblich verbot er ihnen sogar, bestimmte Zeitungen zu lesen und forderte, dass sie vor einer Heirat seine Erlaubnis einholten. In Saarbrücken baute er sich ein neugotisches Schloss. Auf dem Neunkircher Areal steht noch die dazugehörige Reithalle, die der Hüttenbaron für seine Töchter erbauen ließ. Inzwischen wird sie für Kleinkunstveranstaltungen genutzt. In der halboffenen Gebläsehalle des Eisenwerkes finden größere Veranstaltungen statt, wie etwa Discos oder die „Neunkircher Nächte“. Der alte Wasserturm wurde mit Restaurants, Kneipen und Kinos zum Ausgehtreff umgestaltet. Die Stadt hat sich gewandelt, ist sich ihrer Vergangenheit aber weiterhin bewusst.
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