Mosbach&frey, Otterberg_AbteikircheBild_04, CC BY-SA 3.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A63.
Abteikirche Otterberg
Abteikirche Otterberg
Kirchstraße
67697 Otterberg
tourist-info@otterbach-otterberg.de
06301 – 607-800
https://www.otterberg.de/abteikirche/
https://de.wikipedia.org/wiki/Abteikirche_Otterberg
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06301 – 607-800
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https://de.wikipedia.org/wiki/Abteikirche_Otterberg
erstellt:
19.06.2020
aktualisiert:
19.10.2023
Sie hätten es so einfach haben können, jene zwölf Mönche aus Eltville, die im Jahre 1145 auf der Otterburg ankamen. Graf Sibefried hatte das Gebäude ihrer Abtei, dem Kloster Eberbach, geschenkt. Nun sollten sie in dem Gemäuer einen Zisterzienserorden heimisch machen. Doch die Otterburg, die auf einem Berggipfel lag, passte nicht zu den Ordensregeln. Die nämlich sahen es vor, zum Zeichen der Demut in Talniederungen zu siedeln. Um Reinheit zu symbolisieren, musste ein Kloster außerdem neben einem fließenden Gewässer liegen. Obwohl die zwölf bereits im gemachten Nest saßen, verließen sie also die Otterburg. Fast 90 Jahre waren nötig, bis alle Wirtschafts- und Wohnanlagen in den darunter liegenden Talkessel verlagert waren. Nach der Fertigstellung lebten hier bis zu 200 Mönche. Den Mittelpunkt des Klosters bildete die Abteikirche aus Ottersberger Sandstein. Allerdings machte das Bauwerk –ausgerechnet wegen seiner Lage in einem feuchten Tal – von Anfang an Probleme. Immer wieder drängte Grundwasser nach oben und überflutete den Kirchenboden. Spezielle Entwässerungsanlagen waren nötig. Die Wallonen, die die Kirche in späterer Zeit übernahmen, bekamen das Problem nicht so leicht in den Griff und schütteten den Boden schließlich mit Bruchsteinen auf. Ein weiteres Kuriosum der Otterberger Kirche war ihre Trennwand. Nach der Auflösung des Klosters wurde der Bau gleich mehreren christlichen Gemeinschaften zugesprochen. Statt abwechselnd denselben Raum zu nutzen, errichteten sie eine Mauer. Dahinter hatte jede Gemeinde ihren eigenen Alter und eine eigene Orgel. Erst im 20. Jahrhundert wurde die Wand entfernt.
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