H.Helmlechner, Kloster_Schäftlarn_Innenraum_01, CC BY-SA 4.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A95.
Abtei Schäftlarn
Abtei Schäftlarn
Klosterstraße 2
82067 Schäftlarn
benediktiner@abtei-schaeftlarn.de
08178 790
http://www.abtei-schaeftlarn.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Sch%C3%A4ftlarn
Klosterstraße 2
82067 Schäftlarn
benediktiner@abtei-schaeftlarn.de
08178 790
http://www.abtei-schaeftlarn.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Sch%C3%A4ftlarn
erstellt:
07.07.2020
aktualisiert:
10.01.2024
Laudes, Vesper, Komplet, Vigil – der Rhythmus der Gebete bestimmt bis heute das Leben im Benediktinerkloster Schäftlarn. Seit dem Jahr 762 ist die Abtei von geistlichem Leben erfüllt, damit zählt Schäftlarn zu den bayerischen Urklöstern. Der Ort „Hohenschäftlarn” entstand 25 Jahre später. Man vermutet, dass der Name auf eine ortsansässige Waffenschmiede zurückgeht, die „Waffen-Schäfte“ herstellte. Die Tatsache, dass im Gemeindebereich drei Kirchen stehen, lässt darauf schließen, dass die Siedlung schon bald eine stattliche Größe gehabt haben dürfte. Das Kloster hingegen geriet im 10. Jahrhundert in eine Krise, unter anderem waren die Angriffe feindlicher Ungarn dafür verantwortlich. Schließlich mussten die Benediktiner durch Weltpriester ersetzt werden. Um das Kloster zu stärken, übergab es Bischof Otto von Freising 1140 an den Orden der Prämonstratenser. Diese ließen die Abtei im frühen 18. Jahrhundert im Barockstil neu aufbauen. Auch eine bedeutende Rokokokirche entstand unter ihrer Regie. 1803 wurde Schäftlarn wie alle bayerischen Klöster im Zuge der Säkularisation aufgelöst. In den nächsten Jahrzehnten wurden die Gebäude als Steingutfabrik, als Mineralbad und sogar als britisches Mädchenpensionat genutzt. 1866 vertraute König Ludwig II. das Kloster wieder dem Orden des heiligen Benedikt an, mit dem Auftrag, „dass die Ordensmitglieder sich der Seelsorge wie der Erziehung und Bildung der Jugend widmen” sollten. Es wurde ein Gymnasium gegründet, das (mit einer Unterbrechung durch den Nationalsozialismus) bis heute fortbesteht. Außerdem betreibt die Abtei die Gaststätten „Klosterbraustüberl” und „Bruckenfischer” sowie eine Gärtnerei mit frischen Naturprodukten.
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