Carsten Steger, Aerial_image_of_the_Ottobeuren_Abbey_(view_from_the_northwest), CC BY-SA 4.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A7 und der A96.
Abtei Ottobeuren
Benediktinerabtei Ottobeuren
Sebastian-Kneipp-Straße 1
87724 Ottobeuren
poststelle@abtei-ottobeuren.de
+49 8332 7980
http://www.kloster-ottobeuren.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Ottobeuren
Sebastian-Kneipp-Straße 1
87724 Ottobeuren
poststelle@abtei-ottobeuren.de
+49 8332 7980
http://www.kloster-ottobeuren.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Ottobeuren
erstellt:
09.03.2017
aktualisiert:
17.03.2022
Wer heute die herrlichen Barockanlagen der Benediktinerabtei Ottobeuren besucht oder im gediegenen Kurort kneippt, wird sich kaum vorstellen können, dass die Geschichte dieses Ortes mit einer wahrhaften Pioniertat begann: Denn einst war das Land hier unwirtlich und streng. Moor, Sumpf und dichte Wälder dominierten das Bild. Bis sich eines Tages ein Mann namens Uot daran machte, die Wälder zu roden und den Sumpf trocken zu legen. Wo sich heute der Marktplatz von Ottobeuren befindet, sollen damals die ersten Bäume gefällt worden sein. Die ersten Hütten wurden gebaut und die Felder bestellt. So hat der Schwabe Uot im Jahr 550 Ottobeuren gegründet. Daran erinnert noch heute der Name der Stadt: „Ottobeuren“ bedeutet soviel wie „das Haus des Uot“. Später kamen die Franken, Graf Silach wurde Zehentgraf und ließ die Bevölkerung taufen. Im Jahr 764 ließ er Ottobeuren als Familienkloster gründen. Die ersten Benediktinermönche kamen aus St. Gallen und Reichenau. Mit ihnen begann eine ungeheuer erfolgreiche Klostergeschichte, in deren Verlauf Ottobeuren die sogenannte „Reichsunmittelbarkeit“ erlangte, das heißt, nur dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches direkt untergeben war. Im 12. und 13. Jahrhundert blühte die Schreibschule des Klosters auf. Im 16. Jahrhundert war Ottobeuren ein Zentrum des süddeutschen Humanismus. Ja, nicht einmal die Säkularisation konnte Ottobeuren wirklich etwas anhaben: Zwar wurde Ottobeuren wie alle anderen Kloster 1802 aufgelöst, aber die Mönche ließen sich trotz aller Schikanen nicht vertreiben. Noch heute leben 24 Mönche im Kloster. Sichtbares Zeichen der Bedeutung Ottobeurens ist die prächtige Anlage des Klosters. Sie gilt als ein Hauptwerk des europäischen Barocks.
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