Langec, Himmerod-kirche, CC BY 2.0
Touristische Unterrichtungstafeln (Hinweisschilder) befinden sich auf der A60.
Abtei Himmerod
Abtei Himmerod
Abteistraße 3
54534 Großlittgen
infoabteihimmerod.de
+49 (0) 6575 9513-0
https://www.abteihimmerod.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Himmerod
Abteistraße 3
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+49 (0) 6575 9513-0
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https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Himmerod
erstellt:
17.06.2020
aktualisiert:
18.10.2023
Bernhard von Clairvaux war spontan begeistert. Gleich bei seinem ersten Ritt durch das wildromantische Salmtal beschloss er, dort ein Kloster zu gründen. Das durch Höhenzüge eingeschlossene und doch weiträumige Gelände entsprach perfekt dem Ideal klösterlicher Abgeschiedenheit. Vor mehr als 900 Jahren kam es so im Salmtal zur Gründung der ersten Zisterzienserabtei Deutschlands, der Abtei Himmerod. Von Laienbrüdern unterstützt, kämpften sich die Mönche durch Urwald und Dornengestrüpp, plagten sich mit feuchten Sumpfwiesen und dem ungebändigten Fluss. Schließlich hatten sie es geschafft: Das Abteigebäude stand und die Landwirtschaft warf soviel ab, dass sie davon leben konnten. Das neue Kloster im Salmtal erfreute sich bald großer Beliebtheit: Adlige junge Männer traten dem Orden bei und brachten ihren Besitz in die Gemeinschaft ein. Bildung gewann immer mehr an Bedeutung: 1506 wurde ein großer Bibliotheksbau errichtet, kalligraphische Kunstwerke entstanden. Es wurde üblich, die jungen Mönche zum Studium der Theologie bis nach Paris zu schicken. Am 9. Juni 1802 erließ die französische Regierung ein Gesetz, wonach alle rheinischen Klöster aufgelöst werden mussten. Die Mönche von Himmerod sangen am 26. Juli zum letzten Mal das „Salve Regina“ in ihrer Klosterkirche. Dann legten sie das Mönchsgewand ab und verließen ihre Heimat. Himmerod wurde zum Steinbruch. 1919 erwarben bosnische Benediktinermönche die Ruine. Sie bauten die Abtei nach alten Plänen wieder auf. Kirche und Klostergebäude wurden aufwendig restauriert. Rundherum entstanden ein Gästehaus, Werkstätten, ein Gasthof und ein Garten.
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