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    Kommentar zu einem Blitzer in Wiesbaden hinzugefügt.

    WIESBADEN - Entwarnung für Autofahrer: Die neue Blitzeranlage an der Berliner Straße ist nicht scharf geschaltet. Die Säule blitzt zwar, aber nur zu Testzwecken. Das bestätigt die Wiesbadener Firma Vitronic, Hersteller der Säulen. An dem Blitzer an der B54 auf Höhe des Siegfriedrings, der wie berichtet am Dienstag aufgebaut worden war, werde eine neue Software getestet, sagt Sebastian Ramb, Sprecher des Unternehmens mit Sitz in der Hasengartenstraße. Und um sichere Testergebnisse zu erlangen, werde an der B455 auf Höhe Fort Biehler in den nächsten Tagen ein zweites Gerät aufgebaut, das die gleiche Software enthält. An beiden Stellen gilt die Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 Kilometern pro Stunde, auch sonst lieferten beide Teststellen vergleichbare Verkehrsmuster, erklärt Ramb. Die Testsäulen erfassen die Verkehrsteilnehmer zwar, aber wer zu schnell fährt, muss nicht mit Bestrafung rechnen. „Es werden keine Verfahren eingeleitet und die Daten der Autofahrer werden auch nicht gespeichert“, betont der Vitronic-Sprecher. WEITERE MELDUNGEN Stadt Wiesbaden investiert 80.000 Euro in neue Blitzersäule an der Berliner Straße Hinweisschild "Testmessung" wird angebracht Noch ist die Säule an der Berliner Straße nicht funktionsfähig, der Stromanschluss ist noch nicht gelegt. Sobald das passiert ist, wird die Firma Vitronic ein Hinweisschild „Testmessung“ anbringen. „Wir wollen nicht, dass Autofahrer beim Anblick der Säule einen Schreck bekommen und vielleicht einen Unfall verursachen.“ Die Testmessungen sollen voraussichtlich Mitte, Ende März beginnen. Aber warum wurde die Öffentlichkeit nicht gleich über den Testblitzer informiert? „Dafür ist die Behörde zuständig, die den Test genehmigt hat“, begründet Ramb. Ähnliche Tests mit mobilen Geräten führt Vitronic immer wieder im Stadtgebiet durch. Die Tests werden angemeldet und in der Regel von der Stadt genehmigt. Diesmal ist aber das Land zuständig, das für die autobahnähnliche Bundesstraße verantwortlich ist. Hessen-Mobil, die Verkehrsbehörde des Landes, war von der Installation der Säule aber überrascht, heißt es dort auf Anfrage. Erst nach internen Recherchen bestätigt die Behörde, dass es sich um Tests handelt, die aber von der Polizeiakademie durchgeführt würden. Hessen-Mobil verweist auf Vitronic, wenn es darum geht, wer die Öffentlichkeit informieren muss. Testende in drei bis vier Monaten Die Stadt ist von den Testmessungen in Kenntnis gesetzt worden. Die Kosten liegen allein bei Vitronic, betont Winnrich Tischel, Leiter des Ordnungsamtes und damit der städtischen Straßenverkehrsbehörde. Nach drei bis vier Monaten sollen die Tests abgeschlossen sein. So sei es der Stadt mitgeteilt worden. Der Testblitzer an der Berliner Straße wird dann wieder abgebaut. Die zweite Testsäule am Fort Biehler in Richtung Kastel könnte aber in eine reguläre Blitzsäule umgewandelt und von der Stadt entsprechend genutzt werden, wie es vom Ortsbeirat Kastel schon länger gefordert werde. Die Entscheidung darüber stehe noch aus. An dieser Stelle Richtung Kastel stand schon einmal eine Blitzsäule der Firma Vitronic:im Dezember 2011 wurde sie von der Stadt auf- und zwei Monate später schon wieder abgebaut, weil sie Autofahrer ungerechtfertigterweise blitzte. Für Fahrer, die von der Autobahn abgefahren waren, war die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht ersichtlich, es hatte schlichtweg ein Schild gefehlt. Das war einem Anwalt aufgefallen, der geblitzt worden war und sich gegen das Verwarngeld zur Wehr setzte.